Journal 28

Willkommen bei Kinder sind Menschen e.V.

Kinder sind Menschen keine Ware, kein Eigentum.

 

Sie haben Rechte.

 

Ein Recht auf Familie! Ein Recht auf Liebe und Fürsorge! Ein Recht auf die eigenen Eltern!

 

Aktenanalyse

 

Nach wie vor ist es in manchen Gegenden ein Problem eine Akteneinsicht beim Jugendamt zu bekommen. Speziell, Niedersachsen ist berüchtigt dafür.

Akteneinsicht ist immer zu bekommen. Manchmal erfordert es jedoch Einiges an Anstrengungen. Aber, selbst wenn man übers Gericht eine Akteneisicht erzwingt, bedeutet das noch lange nicht, dass die Akten vollständig sind. In einem aktuellen Fall hat das Verwaltungsgericht die vollständigen Akten angefordert. In der Verhandlung beteuerte der Vertreter des Jugendamts, die Akten seien vollständig. Die Richterin meinte, die Akten schienen ihr vollständig zu sein, da sie ja chronologisch geordnet seien. Was bedeutet chronologisch? Es besagt doch nur, dass die Dokumente nach Datum sortiert sind. Nimmt man ein paar heraus, so ist der Rest immer noch chronologisch. Allein schon aufgrund unseres fünf Minuten Checks hatten wir erhebliche Zweifel an der Vollständigkeit. Die anschließend von uns durchgeführte gründliche Analyse, bracht ein wahres Aktenchaos ans Licht. Die angeblich vollständigen Akten waren extrem Lückenhaft, außerdem enthielten sie etwa ein Dutzend Hinweise auf eine mögliche Manipulation.

 

Daraus kann man nur einen Schluss ziehen: „Traue keiner Aktenanalyse, die du nicht selbst durchgeführt hast“.

 

Zur Akteneinsicht beim Jugendamt gehen Sie einfach nach unseren Checklisten vor!

 

Checkliste: Akteneinsicht beim Jugendamt

 

1. Führen Sie selbst die Akteneinsicht bei Jugendamt und Gericht und ggf. bei Subunternehmen des Jugendamts durch! Gehen Sie nicht allein, nehmen Sie immer einen Anwalt oder Beistand mit!

2. Machen Sie die erste Einsichtnahme so bald Sie wissen, dass es eine Akte über Sie (Ihr Kind) dort gibt!

3. Überprüfen Sie, ob die Akten durchnummeriert sind. Wenn nicht, schreiben Sie eine Beschwerde* an den Amtsleiter und bestehen Sie darauf, dass das Versäumnis nachgeholt wird!

4. Überprüfen Sie die Nummerierung auf Lückenlosigkeit!

5. Notieren Sie die Seitenzahl, das Datum und den Betreff des Dokuments. Versehen Sie die Liste mit dem Vermerk Akteneinsicht vom …, Zeuge … und legen ihn in Ihre Akte!

6. Ist eine Wiederholung der Akteneinsicht erforderlich, wiederholen Sie die Schritte 3-5!

7. Vergleichen Sie die Listen! Gibt es Abweichungen?

8. Wenn Sie keine Kopien machen dürfen, man Ihnen aber zusagt, Ihnen die gewünschten Kopien zuzusenden, machen Sie eine Kopie der Liste aus Nr.5 und geben Sie diese der Aufsichtsperson!

9. Wenn Sie die Kopien erhalten, überprüfen Sie die Vollständigkeit anhand Ihrer Liste aus Nr.5!

10. Reklamieren Sie die Fehlenden Seiten! Werden Ihnen diese Verweigert, starten Sie unverzüglich mit dem Beschwerdeweg!

 

Fünf Minuten Check

 

Den folgenden fünf Minuten Check machen Sie am besten zu Beginn der Akteneinsicht. Wenn ein oder mehrere der Punkte zutreffen, ist von einer Manipulation der Akten auszugehen.

 

1. Sind die Akten Chronologisch angeordnet‘? ja [ ] nein [ ] teilweise [ ]

2. Sind sie numerische angeordnet ? vollständig [ ] fraglich [ ] nein [ ]

3. Stimmt die chronologische Reihenfolge mit der nummerischen überein? ja [ ] nein [ ]

4. Gibt es Anzeichen von Manipulation ja [ ] nein [ ]

 

Durchführung des Checks

 

Zu 1. Prüfen Sie kurz ob die Akte beim ältesten Datum beginnt und beim neuesten endet.

Blättern Sie kurz durch und machen Sie Stichproben (z.B. alle 10 Dokumente).

Zu 2. Überprüfen sie die Paginierung. Gibt es Lücken in der Nummerierung. Die Nummern sind handschriftlich und befinden sich meist oben rechts. Jede Seite muss eine Nummer haben.

Zu 3. Die Nummerierung muss mit der Chronologie übereinstimmen. Das bedeutet, dass das älteste Blatt die Nummer 1 hat und das neueste die höchste Nummer. Wir haben schon Akten vorgefunden bei denen die Nummerierung beim neuesten Datum begonnen hatte. Dies bedeutet, dass die Nummerierung nachträglich, wahrscheinlich kurz vor der Abgabe, gemacht wurde. Das ist ein Zeichen für Manipulation. Uns sind auch schon Akten begegnet bei denen Nummern abgeändert wurden – nach unten. Das bedeutet, dass Dokumente entfernt wurden und dann die Nummerierung angepasst wurde.

Zu 4.Akten können auf vielfache Weise manipuliert werden. Die wichtigsten Dinge, die Sie leicht entdecken können, sind.

 

Telefonnotizen müssen Enthalten: Datum, Anrufer, Angerufener, Grund des Anrufs (um was es geht) Fehlt eine oder mehrere dieser Angaben besteht Manipulationsverdacht.

Alle Seiten eines Dokuments müssen in der Akte sein. Fehlen Seite oder Abschnitte, werten Sie das als Manipulation. Das ist sehr leicht zu überprüfen. Besteht ein Dokument aus mehreren Seiten ohne Seitennummern, so liest man die letzte Zeile und die erste auf der Folgeseite.

Angekündigte Berichte (z.B. auf Telefonnotizen, Emails usw.) müssen in der Akte auffindbar sein (üblicherweise die nächste oder übernächste Nummer).

Suggerierte Berichte sind allgegenwärtig aber schwer ausfindig zu machen. Die Zeit für eine Akteneinsicht wird normalerweise limitiert (eine Stunde ist üblich). In der kurzen Zeit kann niemand hunderte von Seiten gründlich studieren. Das Einzige was Sie in der kurzen Zeit überprüfen können ist, ob Berichte von Jugendamts Mitarbeitern angefordert wurden. Wird, statt eines allgemeinen Berichts über Fakten, einen Bericht über Meinungen, Stellungsnahmen usw. verlangt, kopieren Sie die Anforderung und den Bericht.

 

Beweisketten versus Lügenketten

 

Beweisketten sind aufeinander folgende Berichte überprüfbaren Fakten oder Aussagen. Diese ergeben dann ein vollständiges und korrektes Bild.

 

Lügenketten sind aufeinanderfolgende Berichte über Halbwahrheiten, ungeprüfte – teilweise unüberprüfbare - Aussagen, Meinungen, Interpretationen usw. Am Anfang war eine Ohrfeige, am Schluss hat man den Eindruck, das Kind sei einem ständigen Martyrium ausgesetzt gewesen. Solche Steigerungen sind typische für Lügenketten.

 

Lügenketten sind das Standardwerkzeug der Jugendhilfebrache, um dem Gericht vorzugaukeln, dass die Herausnahme notwendig oder zumindest gerechtfertigt war.

Wenn Sie die „Beweiskette“ des Jugendamts als Lügenkette entlarven, haben Sie gute Chancen bei ordentlichen Gerichten (Verwaltungsgericht und OLG). Um eine Lügenkette enttarnen zu können, benötigen Sie alle Berichte. Das wissen auch die Jugendämter und die Firmen der Branche, deshalb versuchen sie diese geheim zu halten. Die Begründung „wegen schutzwürdiger Interessen Dritter“ für die Ablehnung der Akteneinsicht bedeutet im Klartext: „Wir fürchten um unsere „Beweiskette“.

Um eine Lügenkette entlarven zu können, muss man zuerst wissen wie diese Aufgebaut werden und wo die Schwachpunkte liegen.

 

1. Der Aufbau

 

Am Anfang stehen eine, manchmal auch zwei oder drei Beschuldigungen. Diese mag/mögen auf einer Tatsache, Halbwahrheit oder Lüge bestehen. Die Beschuldigung wird weitergegeben. Der Empfänger richtet seinen Bericht danach aus und bestätigt damit die Richtigkeit und packt meist noch etwas – zur Verstärkung darauf. Das geht dann zum Nächsten und so Weiter. Diese Pseudo-Beweiskette wird dann als „Aktenwahrheit“ ans Gericht und von diesem an einen Gutachter weitergeleitet. Das Gutachten macht dann die Lügenkette zur „ wissenschaftlichen Wahrheit“.

 

2. Schwachstellen des Systems

 

Auch dieses scheinbar perfekte System hat seine Schwachstellen. Warum sonst, haben die unseriösen Jugendämter so große Angst vor der Akteneinsicht.

Um die fragwürdigen Berichte ungehindert weitergeben zu können, benötigt man die Einwilligung der Betroffenen (Datenschutzgesetz). Die Jugendämter haben Anweisung möglichst beim ersten Kontakt eine Schweigepflichtentbindung zu bekommen. Wie eine von uns durchgeführte Studie zweifelsfrei belegt, sind die Schweigepflichtentbindungen in Regel nicht gesetzeskonform. Es geht sogar soweit, dass Blanko-Vollmachten verwendet werden.

Wenn von Anfang an keine oder nur 100% sichere Schweigepflichtentbindungen verwendet werden, werden Suggestionen erschwert.

Suggerierte Berichte erkennt man daran, dass immer dieselben Phrasen oder Sätze verwendet werden. Bei jeder Akteneinsicht, die wir durchsetzen mussten, entpuppten sich die „Beweisketten“ des jeweiligen Jugendamts als Lügenketten.

Der fünf Minuten Test prüft die Korrektheit der Aktenführung. Jeder Mitarbeiter eines Amtes weiß wie Akten zu führen sind. Wenn die Aktenführung inkorrekt ist, dann dürfen Sie getrost von einer beabsichtigten Manipulation ausgehen.

 

Kinder sind Menschen e.V.

Aufruf zur Solidarität

 

Staatliche Willkür und Korruption blüht und gedeiht nur dort wo die Opfer schweigen. Korrupte Typen scheuen nichts mehr als das Licht der Wahrheit. Sie verstecken sich hinter Lügenberichten, hinter ihren Ämtern, hinter Vorgesetzten, die noch schlimmer sind als sie.

Richten Sie Ihr Licht der Wahrheit auf die Kinderdiebe und Kinde-händler.

Getrennt marschieren, gemeinsam zuschlagen, das ist der Weg.

Wie Sie effektiv und gefahrlos gegen unsere gemeinsamen Feinde vorgehen können lesen Sie auf unserer Seite "Ihre Aktionen".