Journal 27

Willkommen bei Kinder sind Menschen e.V.

Kinder sind Menschen keine Ware, kein Eigentum.

 

Sie haben Rechte.

 

Ein Recht auf Familie! Ein Recht auf Liebe und Fürsorge! Ein Recht auf die eigenen Eltern!

Inobhutnahmen Stand 2015

 

Dieses Journal ist eine Auswertung der offiziellen Statistiken des statistischen Bundes-amtes. Eine Fortführung der bisherigen Statistik-Auswertungen war nicht mehr möglich, da der extreme Anstieg von unbegleiteten Einreisen (minderjährige Flüchtlinge) eine Verzerrung verursacht, die direkte Vergleiche unmöglich machen. Zudem hat der starke Anstieg der Flüchtlinge einen spürbaren Einfluss auf die Gesamtsituation.

 

Zunächst einmal ist die Gesamtstatistik der Inobhutnahmen um die Komponente „unbegleitete Einreise“ zu reduzieren.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Uns interessieren nicht die gesamten Inobhutnahmen, sondern die Inobhutnahmen aus in Deutschland lebenden Familien. Die erste umfassende Auswertung der Statistiken 2012 (in dem Buch „Der Einzelfallmythos“ veröffentlicht), hat den Nachweis erbracht, dass der Anstieg der Inobhutnahme-Statistik von den vorhandenen Unterbringungskapazitäten abhängt. Daher haben wir angenommen, dass der Flüchtlingsstrom zu einer Entlastung der Familien führen würde. Von 2010 auf 2011 gab es einen starken Anstieg von unbegleiteten Einreisen, das führte zu einer Verlangsamung des Anstiegs von Inobhutnahmen aus Familien. Der Trend wurde aber nicht gebrochen. Die Entlastung erfolgte in der Altersgruppe der 12 bis 18 Jährigen, von 2014 auf 2015 schätzungsweise um mehr als 50%.

Die, nun von Flüchtlingskindern und –jugendlichen belegten Kapazitäten, samt den für diese neu geschaffenen, werden in wenigen Jahren frei werden. Diese müssen dann wieder aufgefüllt werden. Der Boom ist vorprogrammiert.

 

Ungebrochen ist der Run auf Babys und Kleinstkinder, wie aus der Graphik Bild 2 ersichtlich ist. Von 2010 bis 2015 beträgt der Zuwachs 40%.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Statistik „Aufenthalt vor der Maßnahme (ZR 2.1.1 Lfd. Nr. 37 Krankenhaus (nach der Geburt)“, wird erst seit 2014 geführt. Diese ist in Bild 2.1 in farbigen Säulen dargestellt. Die weißen Säulen sind interpoliert aus den Daten von Bild 2.1. Allein der Zuwachs von 2014 auf 2015 betrug 52%. Den stärkeren Anstieg seit 2012 führen wir auf die Netzwerke Frühe Hilfe und ihre Babylotzen-Systeme zurück. Deren Aufgabe ist es, Daten über die Mutter zu sammeln um frühzeitig Kindeswohlgefährdungen vorzubeugen. Der Katalog der Kindeswohlgefährdungen enthält auch Dinge wie „geringes Bildungsniveau der Mutter“ und Ähnliches. (Siehe auch Journal 18 und 23)

Besonders befremdlich ist es auch, wenn Müttern ihr Erstgeborenes weggenommen wird, weil sie angeblich Erziehungsunfähig sind. Wie will man die Erziehungsfähigkeit beurteilen, wenn die Mutter nie erzieherisch tätig war. Logisch! Aber, Logik gehört nicht zu den Stärken der Inobhutnahme-Industrie. Schließlich beträgt der Marktwert eines Neugeborenen für diese Branche rund eine Million (1.000.000,- €).

Dennoch geht es immer nur um das Wohl des Kindes. Oder haben Sie jemals etwas anderes von dieser Brache, dem Jugendamt oder den Politikern gehört?

Schauen wir uns mal an, was die Statistiken über das Wohl in den staatlichen „Kindeswohleinrichtungen“ aussagen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Bilder 3 und 3.1 sprechen für sich. Jeder der sich mit dem Thema Inobhutnahmen befasst, weiß wie schwer es ist echte Kindeswohlgefährdungen in Heimen und bei Pflegeeltern aufzudecken und die Behörden zum Handeln zu bekommen. Die extreme Zurückhaltung der Massenmedien – besonders der staatlich subventionierten Radio und Fernsehsender – im Bezug auf staatskritische Themen, trägt mit dazu bei, dass mehr vertuscht wird, als aufgedeckt. Die Statistiken sind nur die Spitze der Spitze des Eisbergs. Man kann aber mit Fug und Recht sagen, dass die Qualität der Einrichtungen immer schlechter wird.

In dem Difu-Berichte 1/2016 - Krisenintervention und Inobhutnahme in der Kinder- und Jugendhilfe* präsentierte Dr. Stefan Rücker, Forschungsgruppe Petra, Schlüchtern eigene Forschungsergebnisse. Er befragte Kinder und Jugendliche, über ihre Gefühle in der Inobhutnahme-Einrichtung. Empirische Befunde zum Erleben dieser Kinder sind, dass Gefühle wie Traurigkeit, Hilflosigkeit und Angst überwiegen.

Die Kinder fühlen sich schlecht!

In jedem zweiten Fall gibt es depressiv-ängstliche Beschwerden

sowie eine Prävalenz für Suizidgedanken bei ca. 50 Prozent.

Aber auch Orientierungslosigkeit .

 

Unsere Politiker sollten ihre eigenen Statistiken ansehen und sich die Frage stellen, ob die Fremdunterbringung nicht vielleicht mehr dem Wohl des Kindes schadet als ihm nützt.

 

Ich möchte mit den Worten eines Heimkinds enden: „Egal wie schlimm es bei deinen Eltern war, im Heim ist es garantiert viel schlimmer“.

 

Quellen: Statistisches Bundesamt „Vorläufige Schutzmaßnahmen“ ZR 2.1 + 2.1.1 www.destatis.de/DE/Publikationen/Thematisch/Soziales/KinderJugendhilfe/VorlaeufigeSchutzmassnahmen5225203157004.pdf?__blob=publicationFile

*https://difu.de/publikationen/difu-berichte-12016/krisenintervention-und-inobhutnahme-in-der-kinder-und.html

Kinder sind Menschen e.V.