Inobhutnahmen 2015

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Überblick der Inobhutnahmen mit Stand 2015

 

Seit der großen Analyse der Statistiken (siehe Buch „Der Einzelfallmythos“) haben wir die Statistiken jährlich weitergeführt. Eine Fortführung der bisherigen Statistik-Auswertungen war nicht mehr möglich, da der extreme Anstieg von unbegleiteten Einreisen (minderjährige Flüchtlinge) eine Verzerrung verursachte, die direkte Vergleiche unmöglich machen. Zudem hat der starke Anstieg der Flüchtlinge einen spürbaren Einfluss auf die Gesamtsituation.

Um einen Vergleich mit früheren Jahren vornehmen zu können, benötigt man möglichst genauen Prozentzahlen. Die offiziellen Statistiken des Bundesamts für Statistik haben die gesamten Inobhutnahmen als Berechnungs-Grundlage. Da aber kaum anzunehmen ist, dass Babys und Kleinstkinder unbegleitet von Syrien nach Deutschland gekrabbelt sind, haben die unbegleiteten Einreisen keinen Anteil an den Inobhutnahmen von Kindern unter sechs Jahren. Die ausgewiesenen Prozentzahlen sind daher für diese Kategorie erheblich zu niedrig und geben somit ein total falsches Bild. Es entsteht der Eindruck, als wenn sich die Situation verbessert hätte, obwohl sie sich verschlechtert hat.

Zunächst einmal ist die Gesamtstatistik der Inobhutnahmen um die Komponente „unbegleitete Einreise“ zu reduzieren.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Uns interessieren nicht die gesamten Inobhutnahmen, sondern die Inobhutnahmen aus in Deutschland lebenden Familien. Die erste umfassende Auswertung der Statistiken 2012 (in dem Buch „Der Einzelfallmythos“ veröffentlicht), hat den Nachweis erbracht, dass der Anstieg der Inobhutnahme-Statistik, unter Anderem, von den vorhandenen Unterbringungskapazitäten abhängt. Daher haben wir angenommen, dass der Flüchtlingsstrom zu einer Entlastung der Familien führen würde. Von 2010 auf 2011 gab es einen starken Anstieg von unbegleiteten Einreisen, das führte zu einer Verlangsamung des Anstiegs von Inobhutnahmen aus Familien in den Jahren 2011 bis 2013 (Bild1.1). Der Trend wurde aber nicht gebrochen. Die Entlastung erfolgte in der Altersgruppe der 12 bis 18 Jährigen, von 2014 auf 2015 schätzungsweise um mehr als 50%. In diesem Zeitraum waren viele Jugendämter mit der Situation überfordert. Besonders in Ländern, die vorher kaum vom Flüchtlingsstrom betroffen waren, gingen die Inobhutnahmen von Kindern unter sechs Jahren zurück.

Die, nun von Flüchtlingskindern und –jugendlichen belegten Kapazitäten, samt den für diese neu geschaffenen, werden in wenigen Jahren frei sein. Diese müssen dann wieder aufgefüllt werden. Das Auffüllen hat bereits begonnen, wie die Statistiken im Ländervergleich zeigen. Die jetzt Sechsjährigen werden älter und können später in Heime für Heranwachsende verlegt werden und die entstehenden Lücken füllen.

 

Ländervergleich

 

Abkürzungen

BW = Baden-Württemberg, BY = Bayern, BE = Berlin, BR = Brandenburg, HB = Bremen, HH = Hamburg

HE = Hessen, MV = Mecklenburg-Vorpommern, NI = Niedersachsen, NW = Nordrhein-Westfalen

RP = Rheinland-Pfalz, SL = Saarland, SA = Sachsen, ST = Sachsen-Anhalt, SH = Schleswig-Holstein

TH = Thüringen

Zur Verdeutlichung haben wir hier einen Vergleich zwischen den bereinigten Prozentwerten (ohne unbegleitete Einreise) mit den ausgewiesenen Prozenten des statistischen Bundesamts.

 

Bild 2

 

Die nachfolgenden Statistiken beruhen auf den korrigierten Prozentwerten, mit Ausnahme der Werte für unbegleitete Einreisen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bild 3

 

Bild 3 zeigt die Veränderungen der Jahre 2014/2015 im Vergleich zum Jahre 2010. Im Gegensatz zum kontinuierlichen Ansteigen bis 2010 gibt es deutlich erkennbare Schwankungen. Mit Ausnahme von Bremen und Brandenburg sind die Trends steigend. Der Einfluss der Flüchtlingswelle (unbegleitete Einreise von Kindern und Jugendlichen) wird im Vergleich mit Bild 4 deutlich.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bild 4

 

Berlin und Brandenburg hatten 2010 noch „normale Verhältnisse“. Dann kam der Flüchtlingsstrom 2014/15, was zu einer Entlastung der Familien mit Kindern unter 6 Jahren führte. Bremen mit ähnlichen Steigerungsraten bei den unbegleiteten Einreisen, konnte den Trend 2014 aufrechterhalten, aber 2015 kam die Entlastung. Für Mecklenburg-Vorpommern ist ein Zusammenhang der beiden Statistiken (Bild 3 und 4) nicht eindeutig erkennbar.

Ungebrochen ist der Run auf Babys und Kleinstkinder, wie aus den Graphiken Bild 5 ersichtlich ist. Von 2010 bis 2015 betrug der Zuwachs 40%.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bild 5 Bild 5.1

 

Die Statistik „Aufenthalt vor der Maßnahme (ZR 2.1.1 Lfd. Nr. 37 Krankenhaus (nach der Geburt)“, wird erst seit 2014 geführt jedoch nur für Gesamtdeutschland. Diese ist in Bild 5.1 in farbigen Säulen dargestellt. Die weißen Säulen sind interpoliert aus den Daten von Bild 4. Allein der Zuwachs von 2014 auf 2015 betrug 52%. Den stärkeren Anstieg der Entnahmen, von Kindern unter drei Jahren, seit 2012 führen wir auf die Netzwerke Frühe Hilfe und ihre Babylotzen-Systeme zurück. Deren Aufgabe ist es, Daten über die werdende Mutter zu sammeln um frühzeitig Kindeswohlgefährdungen vorzubeugen. Der Katalog der Kindeswohlgefährdungen enthält auch Dinge wie „geringes Bildungsniveau der Mutter“ und Ähnliches. (Siehe auch Journal 18 und 23)

Besonders befremdlich ist es auch, wenn Müttern ihr Erstgeborenes weggenommen wird, weil sie angeblich Erziehungsunfähig sind. Wie will man die Erziehungsfähigkeit beurteilen, wenn die Mutter nie erzieherisch tätig war. Die Statistik der Inobhutnahmen von Kindern bis drei Jahre steht für die Bundesländer nicht zur Verfügung.

 

Die Qualität von Heimen und Pflegefamilien.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bild 6 Bild 6.1

 

Als Kriterien für die Qualität der Fremdunterbringung besonders im Bezug auf das Kindeswohl, worum es angeblich einzig und allein geht, nehmen wir die Statistiken „Aufenthalt vor der Inobhutnahme“.

Bild 6.1 zeigt die gesamten Inobhutnahmen aus Heimen im Jahre 2015. Es gibt zwei Kategorien: Nach vorherigem Ausreißen und ohne vorheriges Ausreißen. Als Grund werden Integritätsprobleme genannt. Da die Zunahme der unbegleiteten Einreise keinen erkennbaren Einfluss auf diese Statistik hat, ist auch hier die Prozentuale Zuordnung auf der Basis der korrigierten Werte vorzunehmen. Beide Kategorien haben von 2010 auf 2015 um 100% zugenommen. Es gibt zwei Arten von Heimbetreibern, Träger der öffentlichen Jugendhilfe und Träger der freien Jugendhilfe. Die Anteile sind in den einzelnen Bundesländern extrem unterschiedlich. Einen Hinweis auf Qualitätsunterschiede liefern uns die Zahlen der Alten und Neuen Bundesländer. Die Neuen haben mit 71,5 % einen höheren Anteil an Trägern der öffentlichen Jugendhilfe als die Alten mit 62,4%. Die Fluchtquote ist im Osten deutlich höher als im Westen.

 

Auch die Qualität der Pflegefamilien geht bergab, wie aus Bild 6 zu ersehen ist. Auch hier haben wir eine starke Zunahme von Ausreißern und Herausnahmen aus anderen Gründen.

 

Bundesländer im Vergleich

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bild 7

 

Spitzenreiter der Gesamtwertung sind die Stadtstaaten. Sie liegen rund ein Drittel überm Bundesdurchschnitt. Bei den Flächenländern liegt Bayern unangefochten an der Spitze, gefolgt von Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen.

 

Kinder werden den Müttern (Eltern) nicht erst seit 2014 gleich nach der Geburt weggenommen. Vielleicht ist das starke Ansteigen der Fluchtzahlen aus Heimen und Pflegefamilien mit einer der Gründe für die Gier der Jugendhilfe-Industrie nach Babys und Kleinstkinder. Diese laufen nicht so schnell weg. Vor Allem aber haben sie noch nicht die Erfahrung gemacht, dass es ihnen zu Hause wesentlich besser ging, als in der staatlichen verordneten Fremdunterbringung.

 

 

 

 

 

 

Quellen: Statistisches Bundesamt destatis, sowie eigene Berechnungen

 

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