Journal 2

Willkommen bei Kinder sind Menschen e.V.

Kinder sind Menschen keine Ware, kein Eigentum.

 

Sie haben Rechte.

 

Ein Recht auf Familie! Ein Recht auf Liebe und Fürsorge! Ein Recht auf die eigenen Eltern!

 

Problem Scheidungskinder

 

Uneinigkeit zwischen den Eltern –besonders im Bezug auf Umgangsregelung, werden schamlos ausgenützt. Das sogenannte PA-Syndrom spielt hier eine wichtige Rolle.

PAS oder PA-Syndrom (Parential Alienation Syndrom - zu Deutsch- Eltern-Entfremdungs-Syndrom) ist eine der Hauptrechtfertigungen für den Kindesentzug und Zwangsunterbringung in Heimen oder Pflegefamilien.

Unter PAS versteht man (einfach ausgedrückt) das Phänomen, dass Kinder die nach der Trennung bei einem Elternteil leben sich weigern zum anderen Elternteil zu gehen. Als Ursache gilt der Elternteil bei dem das Kind lebt und der dieses dahingehend be-einflusst, den anderen Elternteil zu hassen. Der Fachausdruck dazu ist „Instrumen-talisieren“. Es gibt diese Fälle, wo Vater oder Mutter gezielt instrumentalisieren -und das schadet immer dem Kind.

Einfältige oder unseriöse psychologische Gutachter sehen nur diese Instrumen-talisierung als alleinige Ursache und empfehlen eine Fremdunterbringung als Lösung. Richter, die den Gutachtern blind glauben oder korrupt sind, erledigen dann den Rest.

Oft wird das PA- Syndrom erst durch das Jugendamt hervorgerufen oder bis zur Eskalation getrieben. Es gibt Unregelmäßigkeiten beim Umgang; der benachteiligte Elternteil bittet das Jugendamt um Hilfe. Nun geht das Jugendamt hin und droht dem Kind mit Heimunterbringung, wenn es nicht zum Vater oder zur Mutter geht. Der Richter macht das Gleiche. In den Augen des Kindes ist aber nicht der Richter oder das Jugendamt derjenige, der ihm die Bezugsperson wegnehmen will, sondern der Elternteil, der die Sache zum Rollen gebracht hat. Es beginnt ihn zu hassen, besonders wenn das Verhältnis schon vorher belastet war. Das Kind klammert sich nun an die Bezugsperson, um diese nicht zu verlieren.

 

Tipp: Vermeiden Sie das Entstehen von PAS!

 

PAS ist immer das Ergebnis einer Instrumentalisierung, gewollt oder ungewollt. Es ist nicht der einzig mögliche Grund, weshalb ein Kind jemand nicht mehr sehen will, aber es ist immer das Erste und oft das Einzige wonach Psychologen und Familienrichter suchen.

Abfällige Bemerkungen über den/die Ex in Gegenwart des Kindes, besonders wenn sie wiederholt werden, können PAS auslösen. Bemerkungen wie: „Der/Die ist Schuld das die Familie kaputt ist!“, „Gut das ich Den/Die los bin!“ …, sollte man vermeiden. Auch am Telefon sollte man dies nicht sagen, wenn das Kind in der Nähe ist. Großeltern neigen oft dazu an ihrem(r) Ex-Schwiegersohn oder –tochter kein gutes Haar zu lassen. Wenn Sie das bemerkten, stellen Sie es ab.

 

PAS ist vermeidbar. Vermeiden Sie es!

 

Tipps für Scheidungswillige Eltern

 

Sicher kennen Sie den Rat an Heiratswillige: „Drum prüfe wer sich ewig binde“. Es wird oft zu schnell geheiratet und auch zu schnell geschieden. Ich habe oft erlebt, dass beide Ex später meinten, die Scheidung sei vermeidbar gewesen.

„Drum prüfe wer sich Scheiden will!“ Gehen Sie zu einer unabhängigen Eheberatung; gehen Sie nicht zu einem Psychologen oder Institut der/das auch Gutachten für Jugendamt und/oder Familiengericht macht. Wenn Sie einer Kirche angehören, gehen Sie am besten zu ihrem Geistlichen. Beachten Sie auch, dass Psychologen in Sachen Kindeswohl nicht mehr der Schweigepflicht unterliegen.

Ist die Scheidung unvermeidbar, nehmen Sie getrennte Anwälte. Oft wird nur ein Anwalt genommen, um Kosten zu sparen. Allzu oft führt das zu einer (tatsächlichen oder vermeintlichen) Benachteiligung einer Seite und späteren kostspieligen Prozessen. Das ist ein Erfahrungswert.

Einigen Sie sich wenn irgend möglich außergerichtlich.

Reden Sie mit Ihre(m)n Kind(ern) über das Problem der Trennung. Stellen Sie sicher, dass ihr(e) Kind(er) verstehen, dass Sie Beide es einfach nicht geschafft haben die Ehe aufrecht zu erhalten, dass nicht einer (Vater oder Mutter) Schuld hat, sondern beide oder keiner.

 

Nach der Scheidung:

 

Treffen Sie gemeinsam Umgangsregelungen und halten Sie sich daran. Sorgen Sie von beiden Seiten dafür, dass die Termine eingehalten werden.

Wenn Termine aus gegebenem Anlass (Familienfeiern …) verschoben werden sollen, treffen Sie keine Entscheidung ohne das Kind. Lassen Sie ihr Kind mit dem Ex über eine Terminverschiebung (nicht Aussetzung) verhandeln.

Wenn Ihr Kind nach einem Umgangstermin verstimmt ist, klären Sie die Sachen mit dem Kind, bevor es Sie verlässt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

.

 

Kinder sind Menschen e.V.